Kategorienarchiv: Klickenswert?

Kritiken zu gespielten Computerspielen

Sep 14

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Home – A Unique Horror Adventure

(Abenteuerspiel von Benjamin Rivers, erschienen u.a. bei Steam)

Du wachst in einem Haus auf. Draußen stürmt es. Du kannst dich kaum erinnern, was geschehen ist. Also machst du dich auf die Suche nach Antworten. – So beginnt Home. Bald schon stößt man auf die erste Leiche, und es soll nicht die letzte sein. Nach und nach erhält der Spieler Hinweise, was geschehen sein könnte. Der Clou: Viele der Spuren lassen sich auf unterschiedliche Art interpretieren. So dass zum Schluss jeder seine eigene Geschichte erzählen kann, was in der Comunity auch fleißig getan wird (Vorsicht, Spoiler!). Home erzählt seine Geschichte an einem Stück. Man kann nicht speichern. Ein Durchlauf dauert ein bis zwei Stunden. Jede Entscheidung ist endgültig und prägt die Geschichte. Grafisch ist das Spiel auf dem Stand eines Maniac Mansion (s. Bild), der Autor hat aber aus der Not eine Tugend gemacht. Durch den Minimalismus wird der Fokus auf die Geschichte gelenkt, die stummfilmmäßig in Texttafeln erzählt wird.

Ein außergewöhnliches Erlebnis

Natürlich muss man sich ein wenig auf das Experiment einlassen und darf von der technischen Umsetzung nicht abgeschreckt sein. Wenn man das aber tut, erzählt Home eine einzigartige Geschichte, die einen neugierig macht, welche Wendungen man beim erneuten spielen erlebt und wie sich die Handlung dadurch anders zum Schluss darstellt.

Das Let’s Play gibt zwar einen Eindruck zum Spiel, nimmt aber vieles von der Geschichte vorweg. Deswegen vorm schauen liebes selbst spielen.

 

Sep 04

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Das Schwarze Auge – Satinavs Ketten

(Point & Click Adventure, 2012, Daedalic Entertainment)

Geron ist Vogelfänger im verschlafenen Andergast und wird von allen gemobbt. Denn vor einigen Jahren hat man einen verrückten Zauberer, den Seher, vor den Toren der Stadt verbrannt, weil dieser ständig Unheil prophezeite und das dann auch eintrat. Noch während der Finsterling langsam in Flammen aufging, sprach er eine letzte Weissagung und verdammte damit Geron als Unheilsbringer. So beginnt Daedalics Adventure im Das Schwarze Auge Universum auch mit einer Szene, in der zwei Halbstarke den Protagonisten in einem Schweinepferch übel zurichten. Doch das ist nur die Eröffnung zu einer viel größeren Geschichte, in der ein altes Übel die Stadt und das Land Andergast bedroht. Es ist an dem Vogelfänger Geron, sich seinem Schicksal zu stellen und das Königreich zu retten.

Adventures sind nicht meins

Satinavs Ketten hat auf der Haben Seite liebevoll gezeichnete Hintergründe, gute Sprecher und eine stimmungsvolle, wenn auch wenig überraschende Geschichte. Die ist zu Beginn noch sehr kindgerecht, wird dann aber zunehmend düsterer. Die Rätsel sind oft fair und nachvollziehbar, manchmal aber auch bockschwer. Eine Lernkurve gibt es nicht. Selten führt nur stumpfes ausprobieren zum Ziel. Das sind dann die Frustmomente, in denen ich sicher nicht weiter gespielt hätte, hätte ich nicht das Let’s Play aufgenommen. Das mag aber auch daran liegen, dass Adventures nicht mein Ding sind. Eine Erkenntnis, die ich mit Satinavs Ketten gewonnen habe. Wenn man davon aber absieht, und die schwachen Momente übersteht, kann man mit dem Spiel durchaus einigen Spaß haben.

Let’s Play Satinavs Ketten auf flinkeWorte.de

 

Jul 11

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Trine

(Jump’n'Run / Puzzlespiel, Nobilis / Frozenbyte 2009, für PC und PS3)

Trine drei Charaktere mit grundlegend unterschiedlichen Fähigkeiten, die vom Spieler genutzt werden müssen, um Hindernisse zu überwinden und Puzzle zu lösen. Durch den namensgebenden Trine sind alle Charaktere in einer Figur vereinigt und man kann während des Spielens frei hin und her wechseln.
Die Diebin besitzt Pfeil und Bogen, mit denen sie sich zur Wehr setzen kann, sowie einen Enterhaken, der es erlaubt, sich über größere Abgründe zu schwingen.
Der Zauberer ist in der Lage, Gegenstände mittels seiner Zauberkraft zu bewegen. Darüber hinaus ist er in der Lage, Kisten und Planken entstehen zu lassen, die dann zum Überwinden von Hindernissen genutzt werden können.
Der Ritter ist im Besitz von Schild und Schwert. Mit dem Schwert können Gegner angegriffen werden, während mit dem Schild die Abwehr von Gefahren möglich ist.
Im weiteren Spielverlauf lassen sich Gegenstände finden oder Fähigkeiten erwerben, die dem Spieler zwar helfen, aber nicht unbedingt nötig sind, um das Spiel zu bestehen. So bekommt der Ritter einen großen Hammer, die Diebin Feuerpfeile oder sogar die Fähigkeit, drei Pfeile gleichzeitig zu verschießen. Zudem gibt es Ringe und Amulette, die dem Charakter mehr Kraft oder Fähigkeiten verleihen, wie zum Beispiel unendlich lange zu tauchen.*

Bonbonbunt und mitreißend

Trine ist eine sehr runde Sache. Grafisch schrill bunt, aber dabei immer sehr stimmungsvoll. Durch die drei unterschiedlichen Charaktere eröffnen sich ständig verschiedene Wege zum Ziel. Die Rätsel sind fair, und die Lernkurve steigt gemächlich. Durch das sammeln von Gegenständen und dem hochleveln der einzelnen Figuren, wodurch sie dann neue Fertigkeiten bekommen, verändert sich die Spielweise ständig. Nach einiger Zeit hat man aber seine “Lieblingsfigur” gefunden und wechselt nur im Bedarfsfall noch durch. Dann wird es ein wenig eintönig, zumal die Rahmenhandlung, die in Textform (vorgelesen) zwischen den Leveln erzählt wird, nicht gerade innovativ ist. LIMBO war etwas intensiver, dennoch ist auch Trine ein ausgezeichnetes Spiel, und für Freunde des Genres eine absolute Empfehlung.

Let’s Play auf flinkeWorte (Achtung Spoiler!)


*) aus Wikipedia

 

Jun 03

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Skyrim

(Rollenspiel, Bethesda 2011, erschienen für PC, XBox 360, PS3)

The Elder Scrolls V: Skyrim ist der fünfte Teil der TES-Reihe und spielt in der namensgebenden Provinz Skyrim (in der deutschen Übersetzung „Himmelsrand“ genannt). Die Handlung des Spiels setzt ca. 200 Jahre nach den Ereignissen in The Elder Scrolls: Oblivion an. So finden sich auch einige Bezüge zum Vorgängerteil wieder. Ort der Geschehnisse bildet die nördlich von Cyrodiil gelegenen Provinz Himmelsrand. Der Hintergrund ist eine Weissagung der für die Serie namensgebenden „Elder Scrolls“ über die Rückkehr der Drachen. Da niemand dieser Prophezeiung Glauben schenken wollte, werden die Bewohner von Himmelsrand von der Ankunft vollkommen unvorbereitet überrascht. Gemäß der Vorhersehung gebe es jedoch eine Person, den „Dovahkiin“, umgangssprachlich auch „Drachenblut“ genannt, der selbst den Drachen gefährlich werden könne. Der Spieler übernimmt die Rolle dieses Helden und muss im Laufe des Spiels Himmelsrand von den Drachen befreien.

In The Elder Scrolls V ist wie bei den Vorgängern eine individuelle Charaktererstellung möglich. Der Spieler erkundet die offene Spielwelt entweder zu Fuß, mit Hilfe eines Pferdes oder schwimmend in verschiedenen Orten wie auf der Spielwelt sowohl auch in Dungeons. Das Spiel kann sowohl in der Ego- als auch Third-Person-Perspektive gespielt werden. Kämpfe werden in Echtzeit geführt. Das Kampfsystem ermöglicht beidhändiges Kämpfen oder die Kombination einzelner Zaubersprüche mit einer Waffe. Auch die Kombination zweier Zauber ist möglich. Der Spieler kann freundlich gesinnte NPCs als Begleiter anwerben, etwa ein erworbener Hund oder ein Schutzgeist. Mit Hilfe eines Schnellreisesystems können bereits entdeckte Orte erneut aufgesucht werden, ein Kutschendienst befördert den Spieler auf Wunsch auch in zuvor noch nicht entdeckte Städte. Das eigentliche Ziel des Spiels besteht darin, die handlungsgebende Hauptquest zu lösen, wobei es viele Nebenquests gibt, die zeitlich unabhängig gelöst werden können. Das Spiel ist offen gehalten für Add-ons und Mods.*

Englischer Trailer

Drachen!

Seit Daggerfall habe ich alle Elder Scrolls Teile gespielt, und jedes Mal setzte nach einiger Zeit eine gewisse Ermüdung ein, weil es keine tragende Geschichte gab, die sich über das gesamte Spiel erstreckte. Vielmehr musste man sich die Aufgaben und Abenteuer selber erarbeiten und bewegte sich als Charakter in einer großen Sandbox, die schnell dazu neigte, unübersichtlich zu werden. Auch in Skyrim kann man sich wie in einem Mikrokosmos bewegen und an jeder Ecke eigene Abenteuer erleben, die nichts mit der Haupthandlung zu tun haben. Darüber hinaus wird man aber sehr geschickt mit der Drachenblut-Questreihe durch die Welt geführt. So hat das Spiel einen roten Faden, dem man folgen kann, aber nicht muss und man immer wieder, sozusagen am Wegrand, interessante Nebenhandlungen entdeckt.

Technisch ist Skyrim etwas altbacken, aber gut komponiert, so dass Himmelsrand immer sehr stimmungsvoll wirkt. Beeindruckend ist die Inszenierung des Spiels. Wenn man zum Beispiel dem ersten Drachen begegnet und diesen bekämpft, es dann noch Nacht ist und der Feueratem die Szenerie gespenstig erleuchtet, ist Gänsehaut garantiert. Die Soundkulisse ist hervorragend, die deutsche Synchronisation ist gut. Neben den Questen bietet das Spiel einige Handwerke, Fraktionen, denen man sich anschließen kann und vielfältige Verzauberungen für Waffen und Gegenstände.

Natürlich gibt es auch das ein oder andere zu bemängeln. Vor allem das recht kleine Inventar beginnt bald zu nerven, gerade wenn Händler, denen man Sachen verkaufen möchte, dann noch nicht mal genug Gold haben und man von Stadt zu Stadt reisen muss. Die Übersichtskarte im Spiel ist auch nur begrenzt hilfreich. Dazu kommt, dass die meisten Kämpfe im Spiel einfach zu bestreiten sind, die Abschlussgegner dann aber über die Maßen schwer. Da hat es am Balancing gefehlt. So ist es um so erfreulicher, dass man die meisten der Schwächen (zumindest auf dem PC) durch Fan-Mods beseitigen kann.

In der Summe ist Skyrim aber ein herausragendes Spiel und gehört im Moment zu meinen all-time Top 3, also eine unbedingte Empfehlung, wenn man dem Genre des Rollenspiels auch nur irgendetwas abgewinnen kann.

zum Let’s Play von Skyrim


*) aus Wikipedia

 

Mai 03

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Alan Wake

(Survival-Shooter, Remedy Entertainment / Microsoft, 2010 für XBox, 2012 für PC)

Alan Wake ist ein Thriller-Autor, der seit einiger Zeit unter Schlafstörungen, Albträumen und akuter Schreibblockade leidet. Um neue Kraft im Job und in der Ehe zu sammeln, reisen Alan und seine Frau Alice in das beschauliche Örtchen Bright Falls. Nach einer mysteriösen Schlüsselübergabe verschwindet nicht nur Alans Frau, sondern auch das soeben bezogene Haus sowie die kleine Insel, auf der sich das Grundstück befand.

Nun erwacht Alan in der Dunkelheit und muss feststellen, dass die Gegend von Besessenen heimgesucht wird. Diese menschenähnlichen Kreaturen werden durch die Dunkelheit geschützt und können deshalb nicht angegriffen werden. Durch eine Taschenlampe und einen Revolver findet Alan Abhilfe und bekommt durch eine überirdische Stimme den Tipp, die Besessenen erst mit der Taschenlampe anzustrahlen, um sie von ihrem schützenden Schatten der Dunkelheit zu befreien. Anschließend könne er sie mit konventionellen Waffen zur Strecke bringen.*

Kitsch, Klischees und großer Ärger

Die “Mystery”-Geschichte um und mit Alan Wake ist hanebüchen, verworren und mit Kitsch und Klischees überfrachtet. Das Spiel zwischen den Storyschnipseln ist wenig abwechslungsreich und vor allem an vielen Stellen unfair (plötzlich im Rücken auftauchende Gegner, nicht oder nur schwammig reagierende Steuerung). An manchen Stellen hat Alan Wake herausragende Momente, dann nämlich, wenn Skriptereignisse in zum Teil atemberaubenden Bildern eingefangen werden (Stichwort: Vogelschwärme am Himmel, Tornados aus Booten, Autos und ganzen Häusern). Schade, dass aus dem guten Ansatz nicht mehr gemacht wurde.

→ zum Let’s Play von Alan Wake


*) aus Wikipedia

 

Apr 13

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Star Wars: The Old Republic

(MMORPG, 2011 von BioWare, Publisher: Lucas Arts / EA, erschienen für PC)

3500 Jahre vor den Filmen spielt SW:TOR zu Zeiten der Alten Republik, in der nach einer langen Periode des Friedens die Sith in die Galaxie zurückkehren, und ein neuer Krieg entbrennt. Keiner der beiden Fraktionen kann den Sieg für sich erringen, und so wird ein brüchiger Frieden verhandelt, der die bekannte Galaxie zwischen dem Imperium und der Republik aufteilt. Doch hinter den Kulissen versuchen beide Mächte, die Oberhand zu gewinnen.

Die Spieler können sich zu Beginn für eine der beiden Fraktionen entscheiden und zwischen diversen Klassen wählen. Im Einzelspiel oder in Gruppen mit anderen Spielern gilt es dann, der gegnerischen Fraktion Einhalt zu gebieten und nebenher seinen Charakter weiter auszubauen und die verschiedenen Welten der bekannten Galaxie zu erkunden. Dazu kommen MMO typische Elemente wie Crafting, PVP und soziale Interaktion. Einen kurzen Einblick in das Spiel liefert auch das Beta Let’s Play hier auf flinkeWorte.de.

Das war nichts

Nachdem ich meinen Account jetzt fast zwei Monate ungenutzt laufen hatte, bin ich in ein paar Tagen raus. Star Wars – The Old Republic war damit für mich der in absehbarer Zeit letzte Ausflug in ein MMO. Bereits am Anfang war ich skeptisch. SW:TOR ist, wie so viele Onlinespiele in letzter Zeit, eine Neuauflage von Altbekanntem mit ein paar neuen Dekoelementen. Meine Anfängliche Hoffnung, dass sich einiges an Spielspaß aus der Gilde generieren lässt (wir hatten zu Beginn reichlich Spieler), hat sich schnell zerschlagen. SW:TOR ist so darauf getrimmt, dass man auch alleine zurecht kommt und nur für kurze Einsätze sich vielleicht Randomgroups sucht, dass ein gemeinsames Spiel gar nicht notwendig ist. Als Singleplayertitel reicht es dann aber auch nicht, weil genrebedingt eine vernünftige Story fehlt. Leider war meine Motivation so im Keller, dass ich es nicht bis ins Endgame geschafft habe, aber nach allem, was man so liest, scheint das auch überschaubar zu sein. In verschiedenen Artikeln hatte ich mich ja bereits über das Für und Wider hier auf flinkeWorte.de ausführlich geäußert, so dass ich mich da nicht wiederholen möchte. Wer möchte, kann hier nochmal ein wenig mehr lesen:

 

Feb 21

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Dear Esther

(The Chinese Room, 2012 für PC, zu beziehen über Steam, Webseite: http://dear-esther.com/)

Dear Esther ist kein Computerspiel. Denn man spielt nicht, man durchschreitet die Welt und wird immer wieder von einem Erzähler mit lyrischen Ergüssen traktiert. Mal aus Briefen, die man eben jener Esther geschrieben hat, mal sind es Tagebucheinträge vergangener Ereignisse. Dabei bereist man eine verlassene Insel und nähert sich unweigerlich einem in der Ferne sichtbaren Sendemast. Begleitet wird die Reise neben den Sprechereinlagen durch stimmungsvolle und sehr sphärische Musik. Während der ganzen Zeit ist man stummer Beobachter der Umgebung und muss sich aus den auf der Insel verteilten Hinweisen und den Textpassagen seinen eigenen Reim auf die Geschichte machen.

Kunstexperiment

Dear Esther ist mit etwa 90 Minuten nicht all zu lang, und man muss eine gewisse Geduld mitbringen und sich auf die ungewöhnliche Präsentation einlassen können. Mir hat Dear Esther gut gefallen, ich kann mir aber vorstellen, dass das nicht jedem so gehen mag. Der Trailer (s.u.) vermittelt einen guten Eindruck zum Programm. In der Stimmung und auch der Geschwindigkeit setzt sich Dear Esther bis zum Ende fort. Um die Texte zu verstehen, sind sehr gute Englischkenntnisse erforderlich. Mir persönlich ging es so, dass ich oft nur in Ansätzen kapiert habe, was der Autor mir sagen wollte. Es hat zwar gereicht, zum Schluss eine ungefähre Ahnung der Geschichte zu haben, ich werde mich aber nach erscheinen der deutschen Übersetzung nochmal auf den Weg machen und die Insel beschreiten. Dear Esther ist am ehesten ein Kunstexperiment im Spielegenre. Ob einem das 7,99€ (Steam) wert ist, bleibt jedem selbst überlassen, ich fand mein Geld gut investiert.

 

Jan 21

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LIMBO

(Playdead Studios / Microsoft 2010, für Xbox360 (Xbox Live Arcade und Retail), Playstation 3 (Playstation Network), PC (Steam), Mac OS X)

Limbo ist ein 2D-Side-Scroller-Videospiel der Firma Playdead Studios aus Dänemark. Ein namenloser Junge wacht in einem Wald auf und macht sich von dort aus auf die Suche nach seiner Schwester. Während des Spieles begegnet der Junge nur vereinzelt anderen Menschen und Tieren, die ihn entweder angreifen, vor ihm fliehen oder bereits tot sind. Es gibt keine Vorgeschichte und keinen Plot. Die Spielebeschreibung der Entwickler lautet: „Uncertain of his sister’s fate, a boy enters Limbo“ („Ungewiss über das Schicksal seiner Schwester, tritt ein Junge in den Limbus“). Das Ende des Spiels ist offen und lässt Raum für Interpretationen.
Um innerhalb der Spielwelt voranzuschreiten, muss der Akteur einige Rätsel lösen und plötzlich auftretende Gefahren, etwa Bärenfallen, ausweichen. Auch Probleme, die auf physikalischen Ereignissen wie Elektrizität, Gravitation oder Magnetismus beruhen, die mit Hilfe einer eigens entwickelten Physik-Engine erstellt wurden, sind Teil der Rätsel. Tappt der Namenlose in eine Falle, so stirbt er. Sein zumeist grausamer Tod wird als Silhouette in einer Sterbeanimation angezeigt. Der Spieler wird nun an einen früheren Spielzeitpunkt kurz vor dem Tod zurückversetzt. Die Entwickler des Videospiels platzierten einige Fallen bewusst so versteckt, so dass der Spieler erst nach einigen Versuchen die Falle umgehen kann.*
Auf flinkeWorte.de gibt es ein vollständiges Let’s Play zu Limbo (vorsicht Spoiler!).

Horror-Mario

Limbo kommt wie ein Murnau Horrorstreifen daher und ist für ein Jump’n'Run erstaunlich anders. Die Rätsel sind knackig aber lösbar, und durch die häufigen Speicherpunkte kommt auch kein Frust auf. Einziges Manko ist das sehr offene Ende, das mich ratlos zurück lies. Aber vielleicht ist das auch gewollt, stilistisch passt es sich zumindest gut in den Rest des Spiels ein. Insgesamt ist Limbo eine schön schaurige Knobelei und eine absolute Empfehlung.


*) Beschreibung von Wikipedia

 

Jan 17

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Portal 2

(Valve / EA 2011 für PC (Windows), Xbox 360, PlayStation 3, Macintosh (Mac OS X), Webseite)

Auch im zweiten Teil treten wir als Testsubjekt im Aperture Science Enrichment Center gegen das Genetic Lifeform and Disk Operating System „GLaDOS“ und andere KI-Schergen an. Doch dieses Mal ist die Anlage verfallen und seit unserem letzten Einsatz scheint eine Menge Zeit verstrichen zu sein. Also arbeiten wir uns mithilfe unserer Portalkanone, mit der wir uns durch Wände von einem zum anderen Ort bewegen können, durch zahlreiche Level, um der Anlage zu entfliehen. Das Spiel ist auf flinkeWorte.de auch als Let’s Play verfügbar (vorsicht Spoiler!).

Ein schlechter Witz aber dennoch ausgezeichnet

Portal 2 ist mit knapp zehn Stunden Spielzeit mehr als doppelt so lang wie der erste Teil. Er führt neue Spielelemente (z.B. Gele, Transportstrahlen, Lichtbrücken) ein und hat eine deutlich steilere Lernkurve. Leider sind die Sprüche von GLaDOS und dem Leiter der Anlage, Jack Caveman, nicht so lustig wie im ersten Teil, einzige Wheatley weiß zu überzeugen. Ob das an der Übersetzung liegt, kann ich nicht beurteilen.
Neu im Spiel ist auch ein Co-Op Modus, wo man zu zweit Rätsel lösen kann. Hier muss man noch einmal mehr um die Ecke denken, und es ist dringend anzuraten, zuerst den Singleplayerteil zu spielen, bevor man sich an die Multiplayerlevel wagt. Insgesamt baut Portal 2 den hervorragenden ersten Teil weiter aus und ergänzt ihn um sinnvolle Feature. Da kann man über den einen oder anderen schlechten Witz auch mal hinweg sehen.

Video der ersten 15 Minuten

 

Dez 15

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Portal

(2007 von Valve / EA für PC, XBox 360, PS 3, Mac, zu beziehen z. B. über Steam)

Als Testsubjekt im Aperture Science Enrichment Center tritt der Spieler gegen das Genetic Lifeform and Disk Operating System „GLaDOS“ an und muss sich durch 19 Level nach draußen arbeiten. Die Level sind Logikrätsel, in denen man durch das erschaffen von Portalen zum Aufgang gelangen muss. Einen Einblick gibt das Let’s Play zu Portal auf dieser Seite (Vorsicht Spoiler!).

Wie im Rausch

Ich habe den ersten Teil wie im Rausch am Stück durchgespielt. Mit knapp vier Stunden Spielzeit ist das auch gut möglich. Die Lernkurve bei den Rätseln ist moderat und immer fair. Der Computergegner GLaDOS, dessen zunehmend fieseren Kommentare einen durch das Spiel begleiten, ist sehr gut in der deutschen Fassung vertont. Insgesamt ist Portal ein ausgezeichnetes Spiel und eine unbedingte Empfehlung!

 

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