Nun bin ich seit einigen Tagen am Star Wars: The Old Republic spielen, zumindest soweit mir das neben meiner Arbeit möglich ist, und denke es ist an der Zeit, einen kurzen Zwischenbericht zu geben. Was habe ich bisher alles gemacht? Zum einen habe ich mich als Klasse für den Soldaten als Tank entschieden und spiele hauptsächlich auf der Seite der Galaktischen Republik. Mit meinem Charakter habe ich mittlerweile Stufe 18 (von 50) erreicht. Das leveln geht so leidlich voran. Ich habe aber gerade mein eigenes Raumschiff erhalten und bin damit im offenen Spiel angekommen. Soll heißen, mir steht jetzt die gesamte Sternenkarte zum bereisen zur Verfügung und auch die Raumkämpfe als Tagesquesten (zumindest glaube ich, dass das Tagesquesten sind, falls nicht, nutz die Kommentare um mich aufzuklären) kann ich absolvieren. Die gehen mir nicht so leicht von der Hand, bisher habe ich den dreh noch nicht ‘raus und bin immer abgeschossen worden. Die Missionen scheinen aber eine nette Abwechslung zu sein, wenn auch in Form eines Minispielchens aufgemacht (so eine Art Railshooter).
Die erste Instanz
Ich habe auch meine erste Instanz absolviert, diese erzählte eine nette Geschichte auf einem republikanischen Raumschiff und war gespickt mit zahlreichen Gruppendialogen. Beim ersten Mal durchaus sehr unterhaltend. Die Kämpfe darin waren aber keineswegs taktisch sondern durch stumpfes totklicken zu bestehen. Außerdem frage ich mich, wie so eine Instanz ist, wenn man sie immer und immer wieder spielen will / muss und jedes Mal die Dialoge ablaufen. Wird es dann irgendwann Konsens sein, diese wegzuklicken?
Die Begleiter
Interessant ist bisher auch das Begleitersystem. Ich habe erst einen von fünf möglichen, der mir im Kampf aber geschickt zur Hand geht und nebenher Handwerksquesten erledigt oder das Crafting übernimmt. Das gut zu timen und zu wissen, wann man den Begleiter am besten losschickt, um Gegenstände zu bauen oder Missionen zu absolvieren, und wann man ihn besser bei sich behält, um gemeinsam zu questen, ist noch etwas schwierig aber sicher eine Frage der Routine.
Zwei weitere Spielelemente, die man so aus MMOs nicht kennt, sind das Gesinnungs- und das Beziehungssystem. Mit dem einen kann man im Laufe seine Karriere entweder zu eienm strahlenden Gutmenschen werden oder der dunklen Seite der Macht verfallen, allerdings ohne dass man als letzte Konsequenz zur anderen Fraktion überwechselt (schade). Dadurch kann man bei speziellen Händlern Ausrüstung erwerben, die sich meines Wissens nach aber nur im Aussehen unterscheidet.
Das Beziehungssystem betrifft die Loyalität des Begleiters, die man sich durch Geschenke und durch die richtige Wahl in den Dialogen “erkaufen” kann. Welche großen Vorteile das hat, weiß ich noch nicht (gerne Kommentare dazu).
Langweilige Quests in gemütlicher Atmosphäre
Der große Langeweiler bisher sind die Questen, also der Teil des Spiels, mit dem man zu Anfang die meiste Zeit zubringt. Das große Alleinstellungsmerkmal von SW:TOR ist die Vollvertonung. Die geht mir persönlich aber schon jetzt auf den Keks, da die Dialoge teilweise grenzdebil sind und vor überfrachtetem Kitsch nur so triefen. Ich bin mehr und mehr dazu übergegangen, mich durch die “normalen”, also nicht storybezogenen, Questen durchzuklicken. Die Missionen, die hinter dem ganzen Tamtam stecken, sind simple “töte 5 davon” und “bringe 10 davon” Questen, die immer mit langen Laufwegen verbunden sind. Und obwohl das Spiel schon frühzeitig Geschwindigkeitsboosts u.ä. einbaut, kann man in manchen Fällen die Vorwärts-Taste beschweren und nebenher Kaffekochen gehen. Auf den Servern ist im Moment aber so viel los, dass man jederzeit für seine Gruppenquesten Leute findet, die einem helfen. Bisher waren die meisten davon auch sehr nett und entspannt.
Komm auf die dunkle Seite der Macht
Der große Hype des Spiels führt aber zu Wartezeiten beim einloggen auf den Servern von bis zu 30-40 Minuten. Zeit genug, um sich auf einen wenig bevölkerten Server umzutun und mal das Imperium auszuprobieren. Dort habe ich einen Sith-Inquisitor angefangen und bin von der Story bisher viel mehr angetan. Zwar sind hier die NPCs zum Teil ähnlich stereotyp wie auf der hellen Seite, man ist dort aber viel weniger zur Kooperation genötigt, da man ja gerne das Arschloch sein darf und kann viele verhaltensweisen der Charaktere, denen man begegnet, mit der dem Bösen eigenen Dummheit entschuldigen
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Fazit
Auf der Haben-Seite sehe ich zurzeit das Begleitersystem und die Raumkämpfe, negativ bleiben die sehr altbackene Grafik, die schlichte Story, die eintönigen Questen mit den langen Laufwegen. Bisher noch schwer zu beurteilen ist der Nutzen vom Craftingsystem und die Instanzen, sowie natürlich das erst später kommende Endgame, wenn die Levelroutine vorbei ist.
Wer jetzt selber ins Spiel einsteigen möchte, wir suchen weiterhin Gildenmitglieder. Als Galaktische Republik spielen wir auf dem deutschsprachigen Server Sith-Triumvirate in der Gilde Army of Few. Mein Soldat heißt Oshuda. Lasst mir hier, oder im Spiel eine Nachricht zukommen, dann kann man sich austauschen, ob unsere Spielweise in der Gilde die richtige für dich ist.